Quohren und die "Alte Schule"
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Der "Schwarze Ochse" lädt wieder ein

Quelle: Bote von Wilisch Mai 1998 Nr.108

Im April war ich im "Schwarzen Ochsen" in Quohrcn zum Abendessen.
Mit dem häufigen Wechsel der Gastwirte in den letzten Jahren ist der "Ochse" etwas ins Hintertreffen geraten, aus welchen Gründen auch immer.
Nun war ich sehr angenehm überrascht. Die Gaststatte lädt wieder zum Einkehren ein. Eine neue holzverkleidete Decke und die andere Raumaufteilung machen den Gastraum sehr gemütlich. Eine eingebaute Entlüftung sorgt für angenehme Atmosphäre. Der große Kachelofen tut im Winter sicher das übrige für die Gemütlichkeit. Jedoch - so empfand ich - für die Übergangszeit müßte ebenfalls eine Heizmöglichkeit geschaffen werden.

Der neue Gastwirt, Herr Freude, freut sich auf seine Gäste, die bereits am Eröffnungswochenende zu Ostern zahlreich kamen. Pensionsgaste in Quohren (u. a. auswärtige Monteure) haben jetzt wieder die Möglichkeit, im Ort preiswert gute Hausmannskost zu erhalten und ihr Bierchen zu trinken (drei Sorten sind im Angebot), ohne die leidige Frage ausdiskutieren zumüssen: „Werfährt?" Auch an die Jugend ist gedacht. Wie ich sehen konnte, kamen an diesem Abend einige zum Kartenspielen und zum Klönen. Der riesige Billardtisch ist verschwunden, dafür lädt ein Dart zu einem Spielchen ein.

Die Gaststätte bietet rund 50 Gästen Platz und kann auch für Familienfeiern, Versammlungen u. ä. bestellt werden. Mittagstisch gibt es an den Wochenenden, ansonsten ist ab 17.00 Uhr geöffnet. In Kürze, je nach Wetterlage, spätestens aber ab Himmelfahrt! wird der Biergarten geöffnet. Eine geradezu ideale Lage hat diese Gaststätte für Wanderer, Spaziergänger und Radler. Eine Beschilderung, möglichst mit Entfernungsangabe, fehlt noch, wäre aber in Arbeit, sagt Herr Freude.

Wünschen wir diesem Wirt längeres Durchhaltevermögen als seinen Vorgängern und stets guten Geschäftsgang. Doch ich denke, wenn es sich herumspricht, daß man im "Ochsen" für sein Geld gut essen kann, freundlich und zuvorkommend als Gast behandelt wird, dann werden viele ihre Wanderschritte oder ihr Fahrzeug in diese Richtung lenken.

Die Redaktion des „Boten vom Willisch" wünscht gutes Gelingen.

H. Oertel

PS: Nur um Missverständnissen vorzubeugen...Der schwarze Ochse wurde 2000 wieder geschlossen und existiert nur noch als Wohnhaus.


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