Begriffserklärung
Die Siedlungsform Waldhufendorf
Auf den meist höher gelegenen fruchtbaren Kuppen wurden die Gehöfte
(auch "Huben" oder "Hufe" genannt) entlang einer Straße durch Rodung
angelegt. Hinter den Gebäuden befanden sich längliche Grundstücke,
welche rechtwinklig zur Mittelachse angelegt waren und sich bis zum
Waldrand ersteckten.
Jedes Gehöft besaß in einem schmalen Streifen in Form von Gärten,
Wiesen, Äckern und Wald hinter sich. Die einzelnen Gehöfte waren durch
Feldwege und Hecken voneinander getrennt, die als natürliche Zäune das
Vieh auf dem eigenen Besitz halten sollten. Die Häuserreihen waren in
Folge dieser Grundbesitzverteilung beinahe solang wie die Gemarkung.
Diese Strukturen solcher Dörfer sind bis heute erkennbar.
Im 12. und 13. Jahrhundert war die Form des Waldhufendorfes die
bevorzugte Siedlungsform der deutschen Siedler.
Die Mittelachse der Siedlung bildet neben der Straße meist auch ein
Wasserlauf. Die eigentlichen Waldhufendörfer bestanden dabei aus 10 bis
15 Hufen, wobei die Größe der Hufen zwischen 120 und 150 Morgen ( 1
Morgen = 2533,2 m²) schwankte, und wovon typerscherweise zwei Drittel
Waldgebiet waren.
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Was ist ein Scheffel?
Es handelt sich um ein veraltetes Flächenmaß und Hohlkörpermaß, welches
bis 1872 für Feststoffe eingesetzt wurde. Die Fläche betrug dabei
zwischen 0,13 und 0,42 ha.
Für die Aussaat auf 1 Scheffel Fläche sollte 1 Scheffel Getreide erforderlich sein.
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